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Während der Archiv- und Literaturrecherche zu meinem Buch über Josef Mengele habe ich auch eine Vielzahl von Biographien im Internet gefunden. Dabei ist mir aufgefallen, daß die Mehrzahl dieser Biographien (seien sie in deutscher, englischer, italienischer oder spanischer Sprache verfaßt) eine Vielzahl von falschen Informationen bieten, die sich durch gegenseitiges Abschreiben verbreitet zu haben scheinen. Auch renommierte Quellen wie etwa das Lebendige Museum Online, für das das Deutsche Historische Museum verantwortlich zeichnet, boten bis vor kurzem zu Mengele wenig mehr als eine Aneinanderreihung von Fehlern (die dortige Seite wurde mittlerweile überarbeitet).
Insbesondere die Rangposition Mengeles wird meist überschätzt; er war nicht "der Chefarzt von Auschwitz" oder der oberste Organisator der Selektionen. Auch entsprechen die Angaben zu den Zahlen der Opfer Mengeles (vgl. die Angaben hier) und den in Auschwitz insgesamt getöteten Menschen (1,1 Millionen) leider oftmals nicht dem aktuellen Forschungsstand. Der Vermerk, Mengele sei "vermutlich" 1979 beim Baden ertunken, kann ebenfalls als überholt gelten. Spätestens seit der DNA-Analyse Anfang der neunziger Jahre ist kein begründeter Zweifel mehr möglich.
Neben diesen allgemeinen Korrekturen hier noch einige Detailberichtigungen:
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Dieser Text ist urheberrechtlich geschützt und folgt - stark gekürzt - dem biographischen Teil meines Buches:
Sven Keller:
Günzburg und der Fall Josef Mengele.
(Schriftenreihe der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, Bd. 87), |
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Zuletzt geändert:
02.07.2008